Strategien für Change
Strategien für erfolgreiche Veränderungen
Es gibt sogenannte Metastrategien. Dies sind zielgerichtete Handlungsmuster zur Auswahl geeigneter Strategien, die geeignet sind, bestimmte Wirkungen zu erzielen. Eine solche Metastrategie für wirksame Veränderung in Unternehmen ist es, rigoros Transparenz, Konsequenz und Mitwirkung einzuführen. Je mehr dies gelingt, desto mehr Veränderung wird bei Ihnen erfolgen, je weniger davon im Sinne von Intransparenz, Inkonsequenz und autokratische Führung anzutreffen ist, je starrer und rigider wird das System, in dem Sie arbeiten.
Transparenz bedeutet dass,
Informationen über Ergebnisse, Rahmenbedingungen, Entscheidungswege und Leistungsunterschiede im Prozess rückhaltlos offen gelegt werden. In der Praxis folgt daraus, dass Führungskräfte und Leistungsträger wissen, wo sie stehen im Vergleich zu ihren Zielen, aber auch im Vergleich zu Anderen im Unternehmen. Dies kann sich auf Kosten, Erlöse, Ergebnisse, Ressourcenverzehr und weitere zielrelevante Parameter beziehen. Die Folge ist, dass die Guten erkennbar sind und als Benchmarkpartner zur Verfügung stehen, damit andere von ihnen lernen können und sich der Durchschnitt hin zu mehr Performance entwickelt. Gleichzeitig haben die weniger Erfolgreichen die Möglichkeit, dies schnell zu realisieren und Maßnahmen zu ergreifen, um besser und besser zu werden. Es wird aber auch schnell erkennbar, wer sich bisher im Nebel der Intransparenz verborgen hielt und nun ausweichend oder resigniert reagiert – und sich dann für einen Wechsel auszeichnet. Auf jeden Fall ist Bewegung die Folge, denn wer will schon gerne auf Dauer mit der roten Laterne sichtbar das Schlusslicht in der Organisation bilden? Die meisten Menschen möchten gerne Leistung bringen und Erfolge feiern, und dies wird in einer Kultur der Transparenz leichter möglich werden und damit die Richtigen Mitarbeiter anziehen.
Konsequenz bedeutet dass,
Führung die Rahmenbedingungen für Mitarbeiter definiert, Entscheidungen trifft und Konsequenzen zieht, also sicher mit Folgen zu rechnen ist. Das Wort Konsequenz an sich ist leider oft negativ belegt und wird mit Sanktion gleichgesetzt. Der Wortstamm kommt aus dem lateinisch von consequi (folgen), Konsequenz kann also durch „mit Folge“ gleichgesetzt werden. Dies können positive wie negative Folgen sein, Hauptsache, Verhalten und Ergebnisse haben etwas zur Folge. Am besten folgt wünschenswertem Verhalten und gutem Ergebnis Belohnung, und abzulehnendem Verhalten sowie schlechten Ergebnissen Sanktion. Dies muss nicht gleich eine wirkliche Strafe sein. Ein Feedback, bei dem auf der Verhaltensebene rückgemeldet wird, dass das gezeigte Verhalten Ergebnisse herbeigeführt hat, die nicht die gewollten sind und daher ein anderes Verhalten erwünscht ist, das voraussichtlich deutlich bessere Ergebnisse mit sich bringen wird, ist in der Regel schon wirksam und wertschätzend. Menschen sind in der Regel dadurch motiviert, dass sie etwas haben, das sie loswerden möchten (von weg) oder dass sie etwas nicht haben, was sie gerne hätten (hin zu). Konsequente Führung bedient beide Muster, denn niemand möchte erkannt Schlusslicht bleiben ( von weg), sondern sich eher durch Lob und Belohnung gestärkt seine Wünsche erfüllen und wachsen (hin zu).
Mitwirkung bedeutet dass,
die Ideen zur Erneuerung in Projektgruppen sowie im offenen Dialog entwickelt werden und angemessene Berücksichtigung finden. Menschen streben nach Bedeutung und Sinn, und den werden Sie bei der Arbeit umso mehr finden, je eher Sie bei der Entwicklung und Erneuerung einen eigenen Beitrag leisten können. In der Praxis wird diesem Bedürfnis in typischen Top-Down und Bottom-Up Prozessen entsprochen, wie wir sie in Strategie- und Changeprojekten routinemäßig anwenden. Auch Großgruppenarbeit ermöglicht einer Vielzahl von Mitarbeitern, sich berufsgruppen- und hierarchieübergreifend in einen Veränderungsprozess einzubringen. Dies bedeutet übrigens nicht, alles zu tun oder zuzulassen, was einzelne gesagt oder beigetragen haben. Die Verantwortung für Strategie und für das Unternehmen als solches hat immer die oberste Leitung. Es lohnt sich jedoch, Ideen und Wissen der Mitarbeiter zu berücksichtigen und das Gute dadurch immer besser werden zu lassen. Wenn in der Kultur Ihres Unternehmens verankert ist, dass die Mitarbeiter kein Kostenfaktor, sondern der wichtigste Erfolgsfaktor sind, und wenn Sie als Führungskraft darauf achten, Körper, Herz, Verstand und Geist der mit Ihnen arbeitenden Menschen anzusprechen, denn werden sich mehr und mehr auch bei Ihnen mit Ihrem Unternehmen identifizieren können und sich freiwillig für Höchstleistung entscheiden.
Es ist nun an Ihnen, welche Impulse für Transparenz, Konsequenz und Mitwirkung Sie in Ihrem Unternehmen oder Ihrer Abteilung setzen werden!
